
Robert Opron, der den Citroën SM entworfen hat, war kein Ingenieur, sondern ein Künstler. Er dachte an Schönheit – und an die Menschen im Auto. Wenn Führung wirken soll, geht es auch nicht nur um „Strecke und Ergebnisse“, sondern um Menschen und Zusammenspiel. Schönheit zeigt sich in Klarheit, Respekt und Wertschätzung.
Beim Oldtimer‑Fahren mussten wir das Tempo immer wieder anpassen, Sorgfalt in der Vorbereitung einbringen und komplexe Technik berücksichtigen. Nicht mehr Gas, sondern mehr Gefühl – das heißt für Führung:
- Tempo zwischendurch bewusst drosseln, um dauerhaft zu bleiben.
- Sorgfalt in Vorbereitung, Prozessen und Rollen statt Improvisation.
- Komplexität durch Fokussierung: nicht alles gleich wichtig, sondern echte Prioritäten.
- Gutes Hören statt lautes Befehlen – Team, Markt und eigene Signale ernst nehmen.
- Regelmäßige „Wartung“: Prozesse, Feedback und Kommunikation bewusst pflegen, statt erst dann zu reagieren, wenn etwas bricht.
Ein Oldtimer läuft dann gut, wenn man ihn versteht: wenn man hinhört, rechtzeitig reagiert und nicht jede Strecke mit derselben Geschwindigkeit nimmt. Mit Führung ist es ähnlich. Vielleicht zeigt sich gute Führung genau darin: nicht immer mehr Druck zu machen, sondern das richtige Gefühl für Tempo, Menschen und den Moment zu entwickeln.